Der Ursprung der Rasse liegt in Neufundland, dort hielten die Fischer den St. John´s Waterdog für alle möglichen Aufgaben, wie das Einholen von Fischernetzen, das Apportieren von heraus gefallenen Fischen und auch für die Jagd. Die Engländer brachten erstmals um 1814 solche Hunde in ihre Heimat, sie nannten sie St. John´s Dog. Diese Hunde wurden dann vorwiegend auf der Jagd verwendet und allmählich entwickelte sich eine Zucht.

Ursprüglich wurde der Labrador ausschließlich als Jagdhund oder Arbeitshund gezüchtet. Heute findet er aber auch Verwendung als Lawinen- und Rettungshund, Spürhund für Suchtgifte und Sprengstoffe, als Blindenhund oder Partnerhund. Obwohl als Gebrauchshund gezüchtet, führt heute die Mehrzahl aller Labrador Retriever eher das Dasein eines reinen Familienhundes. Ihre freundliche Art, ihr ausgeglichenes Wesen, ihr ruhiges Verhalten im Haus, ihre Weichmäuligkeit (die Fähigkeit, Gegenstände behutsam aufzunehmen und zu tragen) macht sie zu angenehmen Hausgenossen und ungefährlichen Spielkameraden für Kinder. Der sprichwörtliche "will to please" ( der Wunsch es seinem Führer recht zu machen ) erleichtert die Ausbildung.

Labradorbesitzer sollten sich aber bewusst sein, dass ihr Hund für ein aktives Leben voller Aufgaben gezüchtet wurde, und deshalb auch dem "Nur-Familienhund" eine Retriever-gerechte Ausbildung ermöglichen. Der Labrador wird es durch die volle Entfaltung seines wunderbaren Wesens danken.

Erscheinungsbild

Der Labrador ist ein kräftig gebauter, mittelgroßer Hund mit breitem Kopf und deutlichem Stop. Ein rassetypisches Merkmal stellt die "Otterrute" dar: sehr dick am Ansatz, sich allmählich zur Rutenspitze hin verjüngend, rundherum mit kurzem dickem Fell bedeckt. Auch das stockhaarige Haarkleid zeigt ein für diese Rasse typisches Erscheinungsbild: kurz, dicht, hart, mit guter Unterwolle. Die ideale Schulterhöhe beträgt für Rüden ca. 56 - 57 cm, für Hündinnen ca. 54 - 56 cm. Der Labrador wird in den Farben Schwarz, Gelb und Chocolate gezüchtet. In einem Wurf können alle drei Farben vorkommen.

Der immer mehr beliebte "Field - Trial - Labrador" zeigt, da er vornehmlich für die Arbeit gezüchtet wird, ein etwas anderes Erscheinungsbild. Dieser Labradortyp ist leichter gebaut, besitzt einen schmaleren Kopf mit meist langem Fang und wenig Stop. Er hat weniger Brusttiefe und ist häufig im Rücken länger.

Wesen

Der Labrador ist ein aktiver und arbeitsfreudiger Hund. Er liebt Menschen, besonders Kinder. Untypisch und laut Standard unerwünschte Eigenschaften sind Wach - und Schutztrieb sowie Schärfe. Wer einen scharfen, wachsamen Hund sucht, wäre von einem typischen Labrador enttäuscht. Der Labrador möchte einem Besitzer gefallen. Die Engländer nennen diese Eigenschaften "will to please". Diese, auch im Rassenstandard geforderte Eigenschaften zeichnet vor allem die "Field - Trial - Labradors" aus und ist in der Regel mit einem sensibleren Wesen verbunden.

Joomla 3.0 Templates - by Joomlage.com